Eine kleine, private Insel in der Karibik als Zufluchtsort vor den lästigen Alltagssorgen? Ein eigenes Stück Schweizer Boden als Antwort auf die höheren Mietzinsen? Oder darf es vielleicht der Eiffelturm sein?
Hört sich toll an. Aber Land ist teuer und für die meisten Menschen wohl unerschwinglich. Nicht mehr! Neuerdings wird Land zu Spottpreisen angeboten.
Auf Whatsyourplace.de kann man ohne viel Bürokratie Landbesitzer werden.
Lex Koller scheint faktisch ausser Kraft gesetzt. Auf WYP kann sich jeder seinen Lieblingsort unter den Nagel reissen – auf einer ziemlich detailgetreuen Google Map.
Man kauft imaginäres Land mit echtem Geld und kann sich sogleich im virtuellen Grundbuch eintragen lassen. Nun wird wohl manch einer den Kopf schütteln und sich nach dem Sinn fragen. Manch anderen wird die Seite sicherlich Spielspass bereiten. Und für gewiefte E-Commercer könnte die Plattform gar eine lohnenswerte Investition darstellen. Angebot bestimmt die Nachfrage. Ob real life oder virtuell tut da nichts zur Sache.
Auf WYP hat man die Möglichkeit, seinen Besitz mit Beschreibungen, Fotos und diversen Infos auszustatten. So macht man die potentiellen Käufer auf sich aufmerksam. Der Petersdom im Vatikan wird beispielsweise aktuell für 5000 EUR feilgeboten – in echter Währung versteht sich.
Wer den Gedanken weiterspinnt… hier warten optimale Werbemöglichkeiten.
Wenn die Plattform weiterhin so gut läuft (WYP ist seit ca. 3 Monate online), entsteht hier möglicherweise ein völlig neuer Markt.
Sei’s drum, auch virtuelles Land kostet. Ich persönlich ziehe ich es vor, meine Mietwohnung zu bewohnen und festen Boden unter den Füßen zu haben.